Seelenvogel

Meinen Eltern mit grosser Dankbarkeit

Fuer meine Mutter Annita, geb. Ruge am 17. Sep 1926

Fuer meinen Vater Johann, geb. am 23. Sep 1924

Sie sind nach einem langen und erfuellten Leben beide angekommen und im Paradies vereint.

Sie liebten ihre Familie, ihre Freunde, Blumen, Natur, Landschaften, schlicht das volle und wahre Leben.

Beide waren sehr gern zuhause und im Garten. Radfahren ging fast bis zum Tod (Johann), Annita bis sie 80 Jahre alt war.

Unsere Eltern, Johann Detlef und Annita Elsa Christine Bloecker (geb. Ruge) lernten sich 1947 auf der damiligen LBA (Lehrerbildungsanstalt statt Uni oder PH) in Lunden in Schleswig-Holstein kennen und waren fuer uns vier Kinder ein wahres Geschenk des Himmels.

Die Asche unserer Mutter wird auf dem Eichhof Kronshagen (Kiel) neben ihrem geliebten Ehemann begraben an ihrem 100. Geburtstag am 17. Sep 2016.

Johann Detlef (mein geliebter Vater) liebte seine Familie ueber alles sowie seine guten Freunde (viele Lehrer) und seinen Beruf sehr: Er war ein echtes Kind vom Lande, ein gegabter Bursche sozusagen, musikalish, ein geborener Landwirt, der aus der Zeit heraus aber Hauptschullehrer wurde nach 1947.

Er machte auf dem Friedhof in Kiel – Kronshagen sehr viele Vogel – Erkennungstouren mit seinen guten Freunden aus Kiel im Raum Kronshagen.

Neben ihm begraben liegt sein alter Freund und Kumpel Fiete Sievers, der ihn als Stellvertreter damals nach Kronshagen lotste, als die Grundschule in Ottendorf geschlossen wurde. Wir wohnten jahrelang im alten Schulhaus in Ottendorf.

Johann und Fiete liebten das wahre Leben und den wahren Norden zwischen den Horizonten. Sie waren Wanderburschen und Radfahrer und spielten Skat und rauchten und tranken Bier und Schnaps.

Musik ist bekanntlich die Universalsprache.

Johann unterrichtete alle Schulfaecher in den Jahrgangsstufen 1 bis 9 in einem Klassenraum (Huje, Holstein). Auch das deutsche Liedgut und alle bekannten Volkslieder kannte er auswendig wie seine geliebte Ehefrau Annita, unsere Mutter.

10 und mehr Strophen waren kein Problem fuer sie beide.

Im ersten Volkswagen IZ V 19 sangen wir alle Lieder auf und ab auf den langen Autobahnfahrten, wobei mein Bruder Jens und ich auch lesen durften ohne mitzusingen. Antje war die Kleine und sass auf dem VW Ruecksitz hinten ueber dem Tunnel, ein Fuss rechts und ein Fuss links.

Copyright und Hinweis:

Den folgenden Text fand ich auf der ARD Webseite (Mediathek) und bedanke mich fuer das wunderbare Konzert und die Erlaubnis dieser Kopie bei ARD und ZDF (Diesen Text schreibe ich in Australien).

Im Herbst 2025 erfüllte sich die international renommierte Sopranistin und “Opus Klassik”-Preisträgerin Fatma Saïd aus Kairo einen musikalischen Traum: ein Open-Air-Konzert vor den weltberühmten Pyramiden von Gizeh, konzipiert und realisiert mit dem französischen Orchester “Le Frivolités Parisiennes” und Dirigent Sammy Ghadab. Das Event erforderte eine außergewöhnliche Planung und Logistik, denn in Ermangelung bestehender Bühnenelemente musste für das Ensemble eine gesonderte Plattform aus Holz in den Wüstensand gebaut werden.

Musiziert wurde bewusst ohne Publikum, um in monumentaler Kulisse und besonderer Freiluftatmosphäre eine optimale Fokussierung auf die Musik zu ermöglichen.

Das Konzertprogramm spiegelte die ganze Bandbreite des Repertoires Fatma Saïds, verband Tradition mit Moderne und spannte den Bogen von berühmten Arien Mozarts, Händels und Rossinis bis hin zu Liedern von Edith Piaf, Dalida, Hildegard Kneef und Mohamed Abdel Wahab. Die Konzert-Dokumentation präsentiert Höhepunkte aus dem Konzert und gibt mit integrierten Interviewpassagen Einblicke in die Programmauswahl sowie die tiefe emotionale Verbindung Fatma Saïds zu ihrer Heimat.

Konzert ARD Mediathek

DAS LIED VOM LEBEN UND VOM TOD … DANCE ME TO THE END OF LOVE (Leonard Cohen)

TRUE LOVE NEVER FADES

RON MUECK ENCOUNTER | Credit phb
Credit phb

Dieses Briefing-Dokument synthetisiert die vielschichtigen Vorstellungen der Seele von der altägyptischen Mythologie über die antike Philosophie und christliche Ikonographie bis hin zu modernen psychologischen Modellen. Es analysiert die visuellen Metaphern, die funktionale Aufteilung der Seele und die rituellen sowie moralischen Konsequenzen dieser Glaubenssysteme.


Executive Summary

Die Analyse der bereitgestellten Quellen offenbart, dass die „Seele” kein universell einheitliches Konzept ist, sondern eine kulturell spezifische Konstruktion zur Erklärung von Lebenskraft, Identität und Postmortalität.

  • Altägyptischer Pluralismus: Die ägyptische Psychologie trennt die Seele in verschiedene Wirkkräfte wie den beweglichen Ba (Seelenvogel), den schöpferischen Ka (Lebenskraft) und den verklärten Ach. Ein Fortbestehen ist an die physische Integrität (Mumifizierung) und die Erhaltung des Namens gebunden.
  • Wandlung der Metaphorik: In der westlichen Tradition reicht die Darstellung von der Psychê als Schatten oder Vogel über das platonische Seelenmodell (Wagenlenker/Marionette) bis hin zum christlichen Konzept der Seele als unsterbliches, immaterielles Wesen, das im Körper „gefangen” ist.
  • Moralische Gewichtung: Das Motiv der Seelenwaage ist eine kulturübergreifende Konstante (ägyptisches Totengericht vs. christlicher Erzengel Michael), wobei das Schicksal der Seele von der Übereinstimmung mit göttlicher Gerechtigkeit abhängt.
  • Psychologische Reinterpretation: Die Moderne übersetzt diese Mythen in psychische Apparate (Freud) oder Archetypen (Jung), wobei das „Seelenbild” (Anima/Animus) als Vermittler zwischen dem Ich und der Innenwelt fungiert.

I. Die altägyptische Seelenlehre: Vielheit und Funktionen

Im antiken Ägypten (ca. 3100 v. Chr. – 30 n. Chr.) wurde der Mensch nicht als Dualität von Körper und Seele, sondern als Gefüge aus mindestens acht Elementen verstanden.

1. Die zentralen Elemente (Ba, Ka, Ach)

ElementDarstellungFunktion & Charakteristika
BaVogel (Falke/Storch) mit MenschenkopfMobiler Teil der Seele; kann den Körper verlassen und zurückkehren; fliegt nachts zum Leichnam, um ihn zu beleben; verbindet sich mit der Sonnenbarke des Re.
KaZwei erhobene ArmeIndividuelle Lebenskraft und Nahrungsvorsorge; benötigt reale oder magische Opfergaben im Grab; bleibt in der Nähe des Körpers.
AchSchopfibisDer „Verklärte”; entsteht erst nach dem Tod durch Rituale; ein göttlicher, machtvoller Zustand in der Unterwelt.

2. Ergänzende Seelenanteile

  • Ib (Herz): Sitz der Intelligenz und Emotionen; wird im Totengericht gewogen.
  • Ren (Name): Essenziell für die Identität; die Zerstörung des geschriebenen Namens führt zum „endgültigen Tod”.
  • Schut (Schatten): Eine eigenständige Sphäre, die nach dem Tod an den Körper gebunden bleibt.
  • Sah: Der mumifizierte Körper als notwendige „Wohnstätte” für die Seelenanteile.

3. Der Ba-Vogel im Fokus

Der Ba (griechisch: Bai) ist ein dynamisches Geistwesen. Er wird oft mit einem Sonnen-Diskus (Symbol für Re) dargestellt, was seine Fähigkeit betont, in verschiedene kosmische Reiche vorzudringen. Rituale wie im Totenbuch (Sprüche 89 und 92) dienen dazu, dem Ba den Zugang zum Grab zu ermöglichen, damit er die Mumie berühren und sie für die Unterwelt mit Leben (symbolisiert durch Brot und Wasser) versorgen kann.


II. Antike und christliche Visualisierungen der Seele

In der europäischen Tradition wurde die Seele oft durch Metaphern der Leichtigkeit, der Bewegung oder der Steuerung visualisiert.

1. Tiergestaltige Seelenbilder

  • Vogel/Rabe: In der griechischen Antike (z. B. bei Aristeas) und im Christentum (Judas-Seele) als aus dem Mund fahrendes Wesen dargestellt.
  • Schmetterling: Basierend auf der Metamorphose (Puppe zu Falter); Athene belebt den Menschen bei Prometheus oft mit einem Schmetterling.
  • Fledermaus: In der Odyssee flattern die Seelen der Freier wie Fledermäuse in den Hades.

2. Das Problem des „Körpergefängnisses”

Zahlreiche Philosophen und Theologen (Platon, Vergil, Seneca, Plotin, Innozenz III.) beschrieben den Körper als Kerker (carcer) oder Fessel der Seele. Erst der Tod befreit die Seele aus diesem „blinden Verlies”.

Anima Nuda: In der Mystik (z. B. Mechthild von Magdeburg) muss die Seele „nackt” und frei von allen kreatürlichen Bildern sein, um Gott zu begegnen.

3. Steuerung und Mechanik

  • Das platonische Gespann: Die Seele als Wagen mit einem Lenker (Vernunft) und zwei Pferden (Mut und Begierde).
  • Die Marionette: Platon (in den Gesetzen) und Philo beschreiben den Menschen als Wunderwerk/Puppe, die an Drähten oder Sehnen (Gefühlen/Vernunft) gezogen wird.
  • Der Automat: Aristoteles nutzt mechanische Apparate als Modell für die Selbstbewegung und Entwicklung von Lebewesen.

III. Das Jenseitsgericht und die Seelenwaage

Das Motiv der Abwägung der Taten ist ein zentrales Element der moralischen Ordnung.

  • Ägyptische Psychostasie: Anubis wiegt das Herz (Ib) gegen die Feder der Wahrheit (Maat). Versagt der Tote, frisst das Ungeheuer Ammit das Herz.
  • Christliche Seelenwägung: Der Erzengel Michael wiegt die Seelen oder deren Taten.
  • Interessante Umkehrung: Während im alten Ägypten das Herz „leicht” sein musste, gilt in der westlichen Tradition (beeinflusst durch Daniel 5,27) oft das „Schwere” als das Gute — „zu leicht befunden” bedeutet Verdammnis. Der Teufel versucht oft, die Waagschale durch Sünden (Mühlsteine, Luxusgegenstände) nach unten zu ziehen.

IV. Psychologische und moderne Perspektiven

Mit der Aufklärung und der Moderne wandelten sich die Mythen in wissenschaftliche oder literarische Modelle.

1. Alchemie und Tiefenpsychologie

C. G. Jung sah in alchemistischen Prozessen (Läuterung von Stoffen) eine Projektion des inneren Individuationsweges.

  • Anima/Animus: Archetypische Seelenbilder, die als Vermittlungsfunktionen zwischen dem Ich und der unbewussten Innenwelt dienen.
  • Persona: Die äußere Maske des Menschen im Gegensatz zum verborgenen Seelenbild.

2. Sigmund Freuds Apparat

Freud ersetzte die Seele durch ein dynamisches System:

  • Es, Ich und Über-Ich: Instanzen, die zwischen Trieben, Realität und moralischer Kontrolle vermitteln.
  • Wahrnehmungs-Bewusstsein: Das System, das Reize aufnimmt, während das „Unbewusste” die Erinnerungsspuren speichert.

3. Literarische Rezeption: Michal Snunit

In ihrem Bestseller Der Seelenvogel nutzt die israelische Autorin Michal Snunit einfache Bilder, um die komplexe Beziehung zwischen Individuum und Seele für Kinder und Erwachsene gleichermaßen verständlich zu machen. Sie stellt die Seele als ein Wesen dar, das in uns wohnt und auf unsere Handlungen reagiert.


V. Kritische Zusammenfassung der Konzepte

KonzeptKernideeHauptvertreter / Quelle
PluralismusSeele besteht aus mehreren funktionalen Teilen.Altägyptische Mythologie
DualismusStrenger Gegensatz zwischen (bösem) Körper und (guter) Seele.Platon, Neuplatonismus, Gnosis
ReifikationSeele wird als eigenständiges Ding/Wesen behandelt.Volksglaube, frühe Religionsethnologie
FunktionalismusSeele als Metapher für psychische Prozesse und Instanzen.Freud, Jung, Moderne Psychologie

Die Quellen zeigen deutlich, dass die Visualisierung der Seele — ob als Vogel, Marionette oder Punktwolke (Comenius) — stets den Versuch darstellt, das Unsichtbare begreifbar zu machen und dem menschlichen Dasein über den physischen Tod hinaus eine Bedeutung zu verleihen.

Hinweis:

Erster Entwurf – der Text bedarf noch Erweiterungen und wurde mit Hilfe von AI Tools generiert.

Published by Peter H Bloecker, Director of Studies (retired)

Living since Aug 2015 at the Gold Coast in QLD Australien.

Es fehlen noch Text und Bilder uns Zeichnungen und weiter Links.

Zum Archiv Youtube – mein Kanal – hier Seelenvogel als Podcast

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