Schule digital

Dem kann ich mich nur noch anschliessen, gut gedacht und gut argumentiert! Deutsche Burokratie und niemand weiss, was an anderer Stelle laengst druckfertig abgelegt ist! Mit unendlichen Stunden von Konferenzen und Sitzungen vorbereitet und dann formuliert! Zu den Lehrplaenen nur kurz: In Jahrzehnten meiner Unterrichtstaetigkeit an Gymnasien in Berlin Steglitz und Niedersachen: Lehrplaene werden in der Diskussion total ueberbewertet! Im Alltag und in der Praxis werden sie in der Regel ignoriert, weil laengst ueberholt! Was wirklich zaehlt sind die schulinternen Lehrplandiskussion klassen und stufenbezogen und Protokolle und Dokumente, die in den 16 Bundeslaendern in aller Fuelle tausendfach abgelegt sind! Englischunterricht erfolgt nach gut strukturierten Lehrbuechern und guter Deutschunterricht genauso! Alles vorhanden und auf sehr hohem Niveau! Last: Was soll das alles, wenn die Schueler*innen statt endlos aufgezaehlter Kompetenzlisten nicht gelernt haben zu lesen, Sinn zu erfassen, schreiben und darstellen, rechnen und vor allem kritisch zu denken und nachzudenken? Das muss in allen Schuljahren bis zum Abitur vermittelt und gelernt werden, Hardware und Software sind Medien, die gilt es sinnvoll zu integrieren! Guter Unterricht eben, nicht mehr und nicht weniger! Lehrer*innen und Schueler*innen lernen gemeinsam und miteinander.

Weltgeist

Nun wollten es der Weltgeist und der Ältestenrat des Bundestages, dass Merkel am Tag nach dem Schreikampf in den USA einen ihrer stärkeren Auftritte hinlegte (hier im Video). Mein Kollege Philipp Wittrock aus unserem Hauptstadtbüro hat die Generaldebatte des Parlaments verfolgt: “Was zunächst wie eine typische Merkel-Routinerede daherkam, entwickelte sich zu einem sehr eindringlichen Appell an die Menschen im Land, die Pandemie und die Regeln im Kampf dagegen wieder ernst zu nehmen”, sagt er. “Dass die Kanzlerin dabei für ihre Verhältnisse ungewöhnlich emotional wurde, zeigt, wie groß ihre Sorge ist, dass sich die Corona-Lage wieder dramatisch zuspitzen könnte.” (Philipps Analyse lesen Sie hier.)

Die Angst der Kanzlerin: Die Nachlässigkeit der Leute wächst, während die Infektionszahlen steigen. Ihre wichtigsten Zitate: 

  • “Wir riskieren gerade alles, was wir in den letzten Monaten erreicht haben.”
  • “Wir brauchen immer noch Abstand als Ausdruck von Fürsorge.”
  • “Ich bin sicher: Das Leben, wie wir es kannten, wird zurückkehren. Die Familien werden wieder feiern, die Klubs und Theater und Fußballstadien wieder voll sein. Was für eine Freude wird das sein! Aber jetzt müssen wir zeigen, dass wir weiter geduldig und vernünftig handeln und so Leben retten können.” 

In short: Merkel macht das gut! Ehrlich und betroffen – eben aufrichtig…

Die Sehnsucht nach Normalität bestimmt die Debatten in den USA und in Deutschland. Allerdings scheint mir der deutsche Weg im Vergleich zum amerikanischen gut ausgeschildert zu sein

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